Krüger Consulting: Fachkräftegewinnung für Technik und Industrie
Von Ellen Ruscher|13. Mai 2024|Lesezeit 4 Min.|Zuletzt geprüft 03.10.2026
Krüger Consulting arbeitet an der Personalgewinnung für technische und industrielle Berufe und setzt dabei nicht auf die Vermittlung einzelner Kandidaten, sondern auf den Aufbau eines eigenen Bewerberzulaufs beim Kunden. Das unterscheidet das Haus von der klassischen Personalvermittlung, die am besetzten Posten verdient. Dieses Profil ordnet Leistung, Vorgehen und Zielgruppe und benennt, für welche Betriebe der Ansatz passt.
Auf einen Blick
- Leistung
- Systematische Fachkräftegewinnung für technische und industrielle Berufe
- Vorgehen
- eigene Arbeitgeberdarstellung, Bewerberstrecke, Vorauswahl
- Zielgruppe
- produzierende Betriebe und Handwerk mit wiederkehrendem Bedarf
- Abgrenzung
- Aufbau eines eigenen Zulaufs statt Vermittlung einzelner Kandidaten
Welches Problem bearbeitet Krüger Consulting bei seinen Kunden?
Den Zulauf, nicht die Auswahl. Produzierende Betriebe und Handwerksbetriebe haben in technischen Berufen regelmäßig das Problem, dass auf eine ausgeschriebene Stelle schlicht keine Bewerbung eingeht. Eine Auswahlmethode hilft dann nicht, weil nichts auszuwählen ist.
Der Ansatz setzt deshalb eine Stufe früher an: Er beschreibt den Betrieb als Arbeitgeber so, dass eine Fachkraft überhaupt aufmerksam wird, und bringt diese Darstellung dorthin, wo die Zielgruppe sich aufhält. Für technische Berufe heißt das in der Praxis weniger Jobportal und mehr gezielte Ausspielung in sozialen Netzwerken, weil ein Zerspanungsmechaniker in Festanstellung keine Stellenbörse durchsucht.
Damit richtet sich die Leistung an Betriebe mit wiederkehrendem Bedarf, nicht an solche mit einer einzelnen offenen Stelle. Das zeigt sich im Vorgehen.
Wie läuft ein Projekt bei Krüger Consulting ab?
Der Ablauf folgt vier Stufen, die aufeinander aufbauen und sich nicht einzeln beauftragen lassen. Jede Stufe erzeugt das Material, mit dem die nächste arbeitet.
- Aufnahme des Betriebs: Welche Arbeit tatsächlich zu tun ist, wie Schicht, Bezahlung und Aufstieg geregelt sind und was Beschäftigte am Betrieb halten. Ohne diesen Schritt entstehen die üblichen Anzeigen, die überall gleich aussehen.
- Arbeitgeberdarstellung: Aus dem Aufgenommenen wird eine Darstellung, die konkret ist. Nicht ein modernes Arbeitsumfeld, sondern die benannte Maschine, die benannte Schichtfolge und der benannte Zuschlag.
- Ausspielung an die Zielgruppe: Gezielte Anzeigen in sozialen Netzwerken, nach Berufsgruppe und Region eingegrenzt. Diese Stufe kostet Mediabudget und wird fortlaufend nachgesteuert.
- Bewerberstrecke und Vorauswahl: Ein kurzer Weg von der Anzeige zur Bewerbung, danach eine Vorsortierung, bevor der Betrieb Zeit investiert.
Die vierte Stufe ist die, an der Projekte in Betrieben scheitern, und zwar nicht beim Dienstleister. Wenn eine Bewerbung tagelang unbeantwortet bleibt, bricht der Zulauf ab, den die ersten drei Stufen erzeugt haben. Jeder Anbieter in diesem Feld nennt diese Rückmeldezeit als kritische Größe, und die Verantwortung dafür bleibt beim Betrieb.
Daran lässt sich auch ablesen, für welche Betriebe der Ansatz taugt.
Für welche Betriebe passt der Aufbau eines eigenen Zulaufs?
Er passt für Betriebe, die mehrfach im Jahr Stellen in denselben Berufsgruppen besetzen. Dort verteilt sich der Aufwand der ersten beiden Stufen auf mehrere Besetzungen, und die Arbeitgeberdarstellung bleibt nutzbar.
Er passt nicht für den Einzelfall. Wer einmalig eine Führungsposition besetzen will, fährt mit einer Direktsuche über einen Personalberater günstiger, weil dort nur der Erfolg bezahlt wird und kein Aufbau nötig ist. Ebenso passt er nicht, wenn der Betrieb die Arbeitsbedingungen nicht benennen will oder kann. Eine Darstellung, die unkonkret bleiben muss, erzeugt keinen Zulauf.
Die dritte Grenze ist die Kapazität im Betrieb. Wer keine Person benennen kann, die Bewerbungen innerhalb eines Tages beantwortet, sollte zuerst diesen Punkt lösen. Jeder Zulauf ohne Rückmeldung ist verbranntes Mediabudget.
Diese drei Grenzen gelten für alle Anbieter in diesem Feld, nicht nur für dieses Haus. Unterschiede entstehen beim Abrechnungsmodell.
Wie unterscheidet sich die Abrechnung von der klassischen Personalvermittlung?
Grundlegend. Die Direktvermittlung rechnet erfolgsabhängig ab, üblicherweise als Anteil des Jahresbruttogehalts der besetzten Stelle. Der Aufbau eines eigenen Zulaufs rechnet projektbezogen ab, zuzüglich des Mediabudgets für die Ausspielung.
Für Betriebe hat beides Vor- und Nachteile, und die Wahl hängt am Bedarf. Erfolgsabhängig ist angenehm, weil ohne Besetzung keine Rechnung kommt, dafür ist die einzelne Besetzung teuer und der Betrieb bleibt abhängig. Projektbezogen ist zuerst ein Aufwand ohne Garantie, dafür bleibt das Ergebnis im Haus: Darstellung, Anzeigenmaterial und Bewerberstrecke gehören danach dem Betrieb.
Entscheidend für den Vergleich ist deshalb die Zahl der geplanten Besetzungen. Bei einer einzigen Stelle gewinnt die Erfolgsprovision fast immer. Ab mehreren Besetzungen im Jahr kippt die Rechnung, weil die Provision jedes Mal neu anfällt.
Damit ist das Modell beschrieben. Bleibt der Blick auf das Umfeld des Hauses.
In welchem Umfeld ist Krüger Consulting tätig?
Hinter Krüger Consulting steht Maximilian Krüger, der mit Krüger Personal im selben Feld tätig ist und mit Krüger Kasten ein weiteres Unternehmen führt. Die Nähe zwischen Beratung und Personaldienstleistung ist in diesem Markt üblich: Wer Zulauf aufbaut, hat die Nachfrage nach Besetzung ohnehin vor sich.
Für Betriebe ist diese Konstellation weder Vor- noch Nachteil, sondern eine Information für das Erstgespräch. Wer nur den Aufbau will, sollte das festhalten, und wer beides nutzen möchte, kann aus einer Hand arbeiten. Wichtig ist allein, dass Leistung und Abrechnung getrennt benannt sind.
Im Vergleich zum übrigen Markt steht das Haus damit zwischen zwei Gruppen. Große Personalberatungen arbeiten erfolgsabhängig und auf Positionen, Marketingagenturen liefern Anzeigen ohne Branchenkenntnis. Anbieter, die beides verbinden und dabei technische Berufe kennen, sind im deutschsprachigen Raum überschaubar, und genau in dieser Lücke arbeiten mehrere Häuser dieser Größe.
Marktnotiz: Der Markt für Personalgewinnung mit eigenem Zulauf ist in Deutschland jung und kaum durch Zahlen beschrieben. Angebote unterscheiden sich vor allem darin, ob das Mediabudget offen ausgewiesen wird und was nach Projektende beim Betrieb bleibt. Beide Punkte gehören in jede Anfrage, weil sie die eigentliche Trennlinie zwischen den Anbietern bilden.